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Vereinsgeschichte

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1923 1946 1956 1959 1960 1966 1970 1972 1986 1992 Geselligkeit Jugendarbeit Mannschaftsaufstellungen Mannschaftskämpfe Vereinsmeisterschaften

Der nachfolgende Text entstammt unserer Festschrift 
zum 75-jährigen Vereinsjubiläum, welches wir 1998 feiern durften.

 

1923                             

Vorstand Adolf Bachofer

Zusammensetzung der Vorstandschaft 1933 1.V. Bachofer, 2.V. Trinkner, Spielleiter Gustav Herrmann (Vereinsmeister und Problemkomponist) Im Jahre 1923 schlossen sich Böckinger Schachspieler zum Arbeiter-Schachclub zusammen, nachdem sie vorher beim Heilbronner Arbeiter-Schachverein als Gäste gespielt hatten. Daraus ergab sich eine jahrelange enge Beziehung des Böckinger Schachvereins zur Schachabteilung des ASV. Gespielt wurde in der Gaststätte, im Nebenzimmer oder in der Gartenlaube eines Mitglieds, des Metzgermeisters Mogler. 1925 schlossen sich die Spieler dem im Vorjahr gegründeten Böckinger Arbeiter-Sportkartell an und führten ein blühendes Vereinsleben, bis zum Verbot und der Gleichschaltung aller Vereine durch die Nationalsozialisten im Jahre 1933.Von da an spielte man gezwungenermaßen im Zentralverein in Heilbronn. Zusätzlich traf man sich  besonders gern privat in den Cafés Walz und Mogler. Ein Industrieller mit Namen Pfleiderer betätigte sich als Mäzen und fuhr die Spieler zu ihrer großen Freude in seinem "Maybach" zu Auswärtsspielen. Zurück

1946                                        

Neugründung als Schachverein 23 Böckingen

Vorstand Fritz Trinkner

Zusammensetzung der Vorstandschaft 1948

1.V. Trinkner, 2.V. und Schriftführer Eichelmann, Kassier Hesser, Spielleiter Ernst Schmid, Spielwart Siller sen., Ausschuß Friedrich Löchner, Siller sen., Alfred Kirchdörfer.

Ein Jahr nach Kriegsende -1946 - erlaubte die damalige Militärregierung den Wiederbeginn des Vereinslebens des früheren Sportkartells unter der Bedingung, daß sich die einzelnen Vereine zur Sport- und Kulturgemeinde Böckingen (SKG) zusammenschließen. Um einen Neuanfang zu signalisieren, gaben sich die Schachspieler den Namen Schachverein 23 Böckingen. Mit Fritz Trinkner hatten sie auch wieder einen tatkräftigen Vorstand gefunden. In kurzer Zeit stieg die Zahl der Mitglieder auf etwa 70 an. Erst nach der Währungsreform im Jahre 1948 führte der wachsende Wohlstand zu einem sinkenden Interesse an der Gemeinschaft im Verein. Die Mitgliederzahl sank 1952 auf 29! Diese Zahl markierte lange Zeit den Normalzustand für den Schachverein. Die Lautstärke im Sportheim störte die Konzentration der Spieler immer mehr. Daher zogen sie in diesem Jahr um in "Geck`s Saalbau", dessen Wirt ebenfalls Mitglied des Schachvereins war. Trotz dieser Verbesserung der  Spielverhältnisse hatten aber "sang und klanglos", wie berichtet wird, einige hochbegabte Spieler und rührige Funktionäre den Verein verlassen, um in Heilbronn einen richtig starken Verein zu gründen, den Heilbronner Schachverein. Schachfreund Ernst Schmid wurde in Böckingen Spielleiter für die nächsten Jahre, Walter Sundheimer führte in mustergültiger Weise die Protokolle. Um einen größeren Anreiz zu schaffen, stiftete der 2. Vorstand Erich Kaps einen Pokal für ein Sommerturnier. Mitte der 50er Jahre verzichtete Trinkner nach 10-jährigem Vorsitz wegen Überlastung und aus gesundheitlichen Gründen auf seine Wiederwahl. In Anerkennung seiner Leistung wurde er zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Zurück

1956                              

Vorstand Alfred Kirchdörfer

Zum Nachfolger gewählt, konnte er auf ein gutes Team von Mitarbeitern blicken: Erwin Friedel wurde 2. Vorstand und Friedrich Fuchs Spielleiter. Damit wurde Schriftführer Walter Sundheimer, der diese Funktion für ein Jahr zusätzlich übernommen hatte, entlastet. Kassier blieb Hammel. Bald kamen auch wieder neue, starke Spieler hinzu: Helmut Bechdolf, Eitel Jandt und Hartmut Marian. 1957 wird bereits Helmut Bechdolf als Spielleiter genannt. Neue Spiele und Uhren wurden vom Verein angeschafft oder von einzelnen Mitgliedern gespendet. Ein Mitteilungsblatt der SKG veröffentlichte damals einen langen Bericht über den Schachverein. Zurück

1959                               

Vorstand Hermann Hesser

Er übernahm das Amt von seinem Vorgänger nach einer Kampfabstimmung. Erwin Friedel blieb aber 2. Vorstand. Er machte auch den Schriftführer, als Walter Sundheimer seinen Posten zur Verfügung stellte. Neuer Kassier wurde Paul Haas. Die alten Funktionäre mit Bechdolf und den Mitgliedern des Vereinsausschusses wahrten jedoch die Kontinuität der Vereinsführung. Zurück

1960                               

Vorstand Paul Haas

Er stellte sich zur Verfügung, nachdem sein Vorgänger wegen Überlastung nicht weitermachen konnte. Auch er durfte sich auf die bewährte alte Garde verlassen: 2. Vorstand und Schriftführer Erwin Friedel, Spielleiter Helmut Bechdolf, Kassier Erich Riedrich. Die Mitgliederzahlen blieben in etwa gleich. Neuzugänge mit einer höheren Spielstärke waren Roland Kordon, der von da an immer in der 1. Mannschaft spielte, und Joachim Köhler, der die 2. Mannschaft verstärkte. Seine Frau Toni war bis zum Wegzug des Ehepaares 1977 nach Öhringen das einzige weibliche Mitglied des Schachvereins. Roland Kordon wurde Pressewart und konnte mit seiner Stellung in der "Heilbronner Stimme" durchsetzen, daß seine Artikel über den Schachverein ziemlich ungekürzt gedruckt wurden. Joachim Köhler stiftete einen Pokal eigens für vereinsinterne Blitzturniere. Zurück

1966                               

Vorstand Adalbert Burkert

Dieser willigte ein, das Amt zu übernehmen, nachdem sein Vorgänger wegen beruflicher Überlastung um Ablösung gebeten hatte. Ausschlaggebend für die Übernahme war, daß die übrige Vorstandschaft bei der Stange blieb und somit die Hauptarbeit erledigte. Paul Haas machte wieder den Kassier. Trotzdem begannen jetzt die Schwierigkeiten für den Verein: Frau Geck mußte ihre Wirtschaft schließen, so daß der Schachverein sein Spiellokal verlor. Carle`s Weinstube wurde eine neue, aber recht enge Heimat. Das veranlaßte viele Spieler, den Spielabenden fern zu bleiben oder gar aus dem Verein auszutreten. Die Spielstärke des Vereins blieb bestehen, weil ein harter Kern um die Spieler Bechdolf, Jandt, Marian und Reichold seine Spielstärke bei vielen privaten Treffen noch weiter steigerte. Die Forderung nach einem besseren Spiellokal wurde immer dringender. Zurück

1970                              

Vorstand Ernst Reichold

Auf Bitte seines Vorgängers übernahm er die Funktion des 1. Vorstandes mit der Bedingung, nach einer Wahlperiode von  diesem wieder abgelöst zu werden. Die übrige Vorstandschaft blieb bestehen. Als Kassierer stellten sich Toni Köhler und Erich Gloß zur Verfügung. Mit seinen guten Verbindungen gelang es dem  neuen Vorstand nach der Schließung der Weinstube, von dem neuen Pächter des Sonnenbrunnens das Nebenzimmer als Spiellokal zu bekommen. Dieses Jägerzimmer war derart großzügig eingerichtet, daß innerhalb kurzer Zeit nicht nur die alten Mitglieder wieder eintrafen, sondern viele neue Gäste erschienen. Dennoch zeigte es sich, daß die Spielstärke nicht mehr ganz für die Landesliga ausreichte. Zurück

1972                               

Vorstand Adalbert Burkert

Wie versprochen übernahm er wieder diese Arbeit. Auch Helmut Bechdolf bat als Spielleiter um Ablösung. Er hatte sein Amt 15 Jahre lang ausgeübt. Joachim Köhler erklärte sich dazu bereit und entfaltete eine rege Tätigkeit. Er entwickelte ein eigenes Wertungssystem für die Spielstärke und zugleich die Einsatzbereitschaft der einzelnen Spieler. Außerdem legte er hierfür einen Ordner an, der zu den Vereinsakten gehört. 2. Vorstand blieb Erwin Friedel. Kassier wurde Walter Sundheimer. Schriftführerin wurde Toni  Köhler. Jugendleiter wurde Erich Gloß. Das Jägerzimmer wurde den Schachspielern immer häufiger vorenthalten. Als Ersatz mußten sie in den Saal zu den übrigen Gästen ausweichen.Bisweilen war nicht einmal mehr das möglich, und sie mußten umkehren. Es begann nun eine Wanderung durch verschiedene Lokale, was die Neuzugänge nicht verkrafteten und folglich wegblieben. Eine Ausnahme bildeten zwei talentierte junge Spieler, Peter Kercher und Rolf Wunderlich. Ersterer stellte sich sogar als Schriftführer zur Verfügung. Beide wurden in der 1. Mannschaft eingesetzt und waren ein Volltreffer.  Im Jubiläumsjahr 1973 hatte der  Verein kein Spiellokal. Dann fand er ein Asyl im katholischen Gemeindehaus St. Kilian, wo ihm donnerstags das Spielen ermöglicht wurde. Die Hoffnungen der Schachspieler zielten aber auf ein Lokal, in dem sie freitags mit Aussicht auf den freien Samstag spielen konnten. Trotzdem wurde beschlossen, das 50-jährige Vereinsjubiläum zu feiern, wenn auch mit einem Jahr Verspätung. Die Herausgabe einer Festschrift zu diesem Anlaß wurde durch die hochherzige Spende von 1.000 DM von Ferdinand Stiegler erleichtert. Dem Ausschuß, der das Jubiläum vorbereitete, gehörten an: Adalbert Burkert, Helmut Bechdolf, Erwin Friedel, Paul Haas, Walter Sundheimer, Joachim Köhler, Friedrich Fuchs und Ferdinand Stiegler. Als Termin wurde der 25. Mai 1974, als Ort der Saal der SKG vereinbart. Der Jubiläumsabend wurde ein voller Erfolg, ebenso die Jubiläumsblitz-Veranstaltung am nächsten Tag. Auch die Kosten konnte man schließlich verkraften. Knapp 320 DM mußte die Vereinskasse hergeben.

Zusammensetzung der Vorstandschaft 21. März 1974:

1.V. Adalbert Burkert, 2. V. Erwin Friedel, Schriftführer: Peter Kercher, Kassier: Walter Sundheimer, Spielleiter und Materialwart: Paul Haas, Jugendleiter: Erich Gloß, Pressewart: Roland Kordon.

Im Herbst begannen Verhandlungen mit dem Sozialamt der Stadt Heilbronn über die Benützung der Jugendräume im neuerbauten Böckinger Bürgerhaus. Unermüdlich setzte sich Friedrich Fuchs zusammen mit dem Vorstand für eine unentgeltliche Nutzung der Räume durch den Schachverein ein. Einen verständnisvollen Gesprächspartner fanden sie in Herrn Müller vom Sozialamt und beim damaligen Kulturbürgermeister Erwin Fuchs. Am 25. April 1975 konnte der Schachverein 23 Böckingen zum erstenmal das Rombach-Zimmer im Bürgerhaus Böckingen benützen. Damit begann für den Verein eine neue Ära. Die Freitagabende waren endlich gesichert. Auch für die Mannschaftskämpfe standen die Räume zur Verfügung oder ein großer Raum im Jugendbereich. Mit Herbert Gleichner als Hausmeister war ein verständiger Mann gefunden. Die Voraussetzungen für eine gute Entwicklung waren nun gegeben. Zwar hielt sich der Zulauf neuer Mitglieder in Grenzen, aber mit Hans Schaal kam ein stiller Mann, der Friedrich Fuchs in seiner Jugendarbeit unterstützte und sich als Materialwart betätigte. Für die spätere Vereinsarbeit wichtig wurde der Eintritt von Herbert Biedermann 1977 und Valentin Vutuc 1978. Jener betätigt sich seither als Organisator von Wanderungen, dieser ließ sich 1980 zum Spielleiter wählen und leistete diesen Dienst bis 1985. Auch rief er 1981 die erste Großveranstaltung des Vereins, das Osterturnier, ins Leben. Dazu wurden in den ersten Jahren nur die Nachbarvereine eingeladen und an drei Freitagen vor Ostern, ab 1989 an drei Samstagen, je drei Runden nach dem Schweizer System gespielt. Dahinter stand die Idee, den eigenen Verein durch diese Aktivität für weitere neue Mitglieder zu empfehlen, auch wenn in den Anfangsjahren die ersten Plätze gewöhnlich von Gästen belegt wurden. Im gleichen Jahr stießen mit Klaus-Dieter Mayer und Udo Kaden noch zwei ältere Spieler zum Verein, von welchen der erste sehr schnell in die erste Mannschaft kam, der zweite zwei Jahre später zum 2. Vorstand gewählt wurde. Mit ihm wurde es möglich, einen Computer für die Auslosung der Paarungen zu verwenden, weil er sich mit solchen Dingen auskannte. Im Jahr 1983 spielte dann beim Osterturnier zum ersten Mal ein Computer mit, ein CSC9, unter ferner liefen. Aber es war das Zeichen gesetzt, mit besseren Computern und Druckern auch Turniere mit vielen Teilnehmern zu veranstalten, weil jetzt sowohl die Paarungen von einer "unbestechlichen" Maschine gefunden und die Ergebnisse sofort ausgedruckt werden konnten. Kontrollieren mußte man nur noch die richtige Eingabe der Ergebnisse.Und man brauchte jemanden, der diese Maschine besaß und bediente. Da sich nun alles zu fügen schien, immer mehr Mitglieder zur aktiven Mitarbeit bereit standen und die eigene Gesundheit Zeichen setzte, glaubte der alte Vorstand, daß die Zeit für einen Wechsel an der Spitze reif sei.Er besprach sich deshalb mit seinem 2. Vorstand und gab bei der nächsten Jahreshauptversammlung, als er zur Wiederwahl stand, seinen Rücktritt bekannt. Zurück

1986                              

Vorstand Udo Kaden

Einstimmig zum Nachfolger gewählt, mußte für ihn für ein Jahr auch ein neuer 2. Vorstand gefunden werden. Zu seiner Überraschung wurde Valentin Vutuc vorgeschlagen und gleichfalls einstimmig gewählt. Kassier blieb Walter Sundheimer, Spielleiter Hans-Jörg Herold, Schriftführer Rolf Zeh, Jugendleiter Steffen Vielhauer, Pressewart Roland Kordon. Für 40 Jahre Mitgliedschaft erhielten die goldene Vereinsnadel Erwin Friedel, Friedrich Fuchs, Alfred Kirchdörfer, Walter Sundheimer und Ernst Reichold. Adalbert Burkert wurde für seine lange Vorstandschaft zum Ehrenvorstand ernannt.Doch bereits zur Spielerversammlung im Sommer gab es in Abwesenheit des Ehrenvorstandes eine unerwartete Auseinandersetzung. Nach erfolgreicher Aufstellung der Mannschaften kam es zu kränkenden Bemerkungen einiger Jugendspieler an der Verhandlungsführung des neuen Vorstandes. Weil ihm auch von den älteren Mitgliedern keine Unterstützung zuteil wurde, kam er zu dem Schluß, keine Vertrauensgrundlage mehr zu besitzen. Er legte sofort den Vorsitz nieder und verließ den Verein.

1986

Vorstand Valentin Vutuc

Mit Unterstützung der gesamten Vorstandschaft übernahmen anschließend er und sein Spielleiter kommissarisch die Leitung des Vereins bis zur Hauptversammlung im nächsten Jahr. Auf dieser wurden ohne Gegenstimmen gewählt: 1. Vorstand Valentin Vutuc, 2. Vorstand Hans-Jörg Herold, Spielleiter Rolf Zeh, Schriftführer Holger Gerth, Jugendleiter Steffen Vielhauer, Kassier und Materialwart Walter Sundheimer, Pressewart Marin Vutuc. Mancher Spieler mochte sich mit dem schnellen Wechsel der Vorstandschaft nicht abfinden und trat deshalb aus dem Verein aus. Verluste wurden aber durch Neuzugänge ausgeglichen, die Spielstärke weiter gesteigert. Zum 65-jährigen Vereinsjubiläum der SKG erhielten von Bürgermeister Harald Friese Helmut Bechdolf und Walter Sundheimer für ihre Verdienste im Verein die Ehrennadel des Landes Baden-Württemberg.  Um Spieler in den Verein zu locken, regte der neue Vorstand  Monatsblitzturniere an. Ende des Jahres 1988 veranstaltete er zusammen mit dem Heilbronner Schachverein im Vereinsheim der Gartenfreunde Rasenäcker in Böckingen ein Winterblitzturnier, an dem 20 Spieler teilnahmen. Die drei ersten  Plätze gingen nach Eppingen, von 8 Böckingern erreichten Alexander Fischer, Holger Gerth und Rolf Zeh die Plätze 5, 7 und 10. Zu Beginn des neuen Jahres belebte die Schachabteilung die Neueröffnung des Autohauses Assenheimer mit einem Angebot zu einem Simultanspiel. Der erfolgreiche Einsatz wurde belohnt: Joseph Fischer wurde als Mitglied gewonnen. Im Seeräuberblättle erscheint seit 1989, mehr oder weniger regelmäßig, eine Schachspalte mit Nachrichten aus unserem Verein.Das Osterturnier wurde erstmals an einem einzigen Tag durchgezogen, dem Ostermontag 1990. Als offenes Turnier ausgeschrieben, zog es 55 Teilnehmer an.

Joseph Fischer wurde neuer Kassier des Vereins. Stolz berichtete er in der SKG- Jahreshauptversammlung im Februar 1991 aus dem Schachverein: Unser Jungstar Christian Mann, der bei dem Zweitbundesligaverein Marbach spielt, aber immer noch bei uns Mitglied ist, erspielte sich bei drei internationalen Turnieren in der ehemaligen DDR, in Ungarn und in Dänemark den Titel eines Internationalen Schachmeisters. Er ist der erste Träger eines solchen Titels im Unterland.

Die gute Stellung der ersten Mannschaft in der Landesliga gab Anstoß zu Überlegungen, wie die Stellung gehalten oder sogar weiter verbessert werden könnte. Die guten Verbindungen zum Heilbronner Schachverein, der meist zwei Klassen höher spielte, sonst aber mit ähnlichen Problemen zu tun hatte, legten eine nähere Zusammenarbeit nahe. So kam es zu dem Gedanken, eine Fusion beider Vereine zu erwägen. Im eigenen Verein wurde dieses Ansinnen vor allem von älteren Mitgliedern als verfrüht und wenig realistisch abgelehnt, eine spätere Unterredung mit Vertretern des Heilbronner Schachvereins aber empfohlen.

Von den 26 Mitgliedern, die seit 1986 dem Verein beitraten, erwiesen sich Michael Hövekamp, Joseph Fischer und in jüngerer Zeit Thomas Beil als besonders nützlich, weil sie sich selbstlos als Funktionäre zur Verfügung stellten.

Wilhelm Müller ziert als ältestes Mitglied die Tabelle. Er spielt mit seinen 88 Jahren immer noch aktiv und erfolgreich mit. Die Vereinskasse stärkte er mit einer hochherzigen Spende. Zurück

1992                               

Vorstand Rolf Zeh

Bei der nächsten Jahreshauptversammlung trat Valentin Vutuc aus gesundheitlichen Gründen zurück. Die Nachfolge hatte er vorsorglich abgesprochen. In einstimmiger Wahl wurde Rolf Zeh zum 1. Vorstand gewählt, Michael Hövekamp zum 2. Vorstand, Jürgen Kleinert zum Spielleiter, Steffen Vielhauer zum Jugendleiter, Hans-Jörg Herold zum Pressewart, Holger Gerth zum Schriftführer und Joseph Fischer wieder zum Kassenwart. Lars Bullinger wurde Materialwart.

Die Jugendabteilung wirkte auf neue Jungspieler recht anziehend, so daß bisweilen auch noch ihre Väter zum Beitritt veranlaßt wurden. Dazu gehörten Julian Bissbort und Bartosch Drewniok. Bemerkenswerter Weise fanden auch Umsiedler aus den GUS- Staaten ihren Weg in den Verein, wo sie gern gesehen sind. Mit ihrer teils hohen Spielstärke trugen sie zur Festigung der Mannschaften bei. Alfred Bückert  stellte sich sogar als 2. Vorstand zur Verfügung. Im Jahr 1994 trat mit 9 Jahren Hannes Rau in den Verein ein und überflügelte bald seinen Bruder Frank. Heute spielt er souverän in der Landesliga in der 1. Mannschaft. Diese erfuhr eine starke Stütze durch den Beitritt von Hans-Martin Scharping 1996. Die Schachvereine der Umgebung entschlossen sich 1992, abwechselnd Neckarblitzturniere zu veranstalten.  Unser Verein beteiligte sich an der Ausrichtung der Heilbronner Stadtmeisterschaft, was bisher ein Privileg des Heilbronner Schachvereins war. Das Seniorenturnier wird zu Ehren des verstorbenen Ehrenmitglieds in Erwin Friedel-Gedächtnisturnier umbenannt.Jürgen Kleinert gibt sein erstes SVB-Info heraus, absolviert verschiedene Lehrgänge und avanciert zum  Nationalen Schiedsrichter. In dieser Funktion wird er erstmals bei Wettkämpfen der 1. Bundesliga im Jahr 1996  in Eppingen eingesetzt.Eine Neuregelung der Zuschußordnung für die Jugendarbeit erforderte im Oktober 1993 die Herabstufung des bisher im Rahmen der SKG selbstständigen Schachvereins 23 Böckingen zu einer Abteilung Schach in der SKG. Den traditionellen Namen durften wir behalten. Die Folge aber ist, daß wir als Abteilung z. B. keinen Zuschuß mehr für das 75-jährige Jubiläum von der Stadt erwarten dürfen. Die gestiegenen Kosten an die Verbände erforderten eine Beitragserhöhung 1995 auf 96 DM Jahresbeitrag für verdienende Erwachsene, die mit Verständnis aufgenommen wurde. Im Jahr 1948 war eine Erhöhung auf 9 RM Anlaß genug, daß einige Mitglieder die Zahlung verweigerten. Das traditionelle Osterturnier wird in Friedrich Fuchs-Gedächtnisturnier umbenannt. Großzügiges Sponsoring durch Klaus-Dieter Mayer ermöglichte im November 1995 erstmals, ein Trainingslager  mit GM Lothar Vogt in Altensteig zu absolvieren, was zur Steigerung der Spielstärke beitrug. Zur Vorbereitung auf die Spielzeit 96/97 wurde ein Freundschaftsspiel gegen Willsbach organisiert, welches knapp gewonnen wurde. Erneut konnte ein Training mit GM Vogt realisiert werden. Diesmal wurde der sympathische GM nach Böckingen eingeladen, um wieder einige Übungseinheiten durchzunehmen. Die gesamte 1. Mannschaft nahm daran teil. Tags zuvor hatte der GM im Bürgerhaus an 18 Brettern simultan gespielt. Dabei konnte ihn Rolf Zeh besiegen und Herbert Biedermann Remis erzielen. Die übrigen Bretter wurden eine Beute des Großmeisters. Eine weitere Belebung des Spielbetriebs brachte die Einführung von B(litz) A(m) F(reitag) -Turnieren im Jahr 1997. Zum dritten Mal wurde ein Training mit GM Vogt organisiert, diesmal in einer Jugendherberge in Bad Mergentheim. Durch die Fleißarbeit von Jugendleiter Joseph Fischer kann der Verein im Jahr 1997 erstmals in seiner Geschichte 5 Mannschaften zum Spielbetrieb anmelden! Mit Günter Funk begrüßen wir ein "Urgestein" des Heilbronner Schachvereins in unserer Mitte. Er stellte sich nach kurzer Eingewöhnungsphase für den Einsatz am 3. Brett der "Ersten" zur Verfügung und belebt auch sonst den Verein durch seine rege Teilnahme an allen vereinsinternen Turnieren. Im Pokalturnier, das im Schnellschachmodus mit 20 Minuten Bedenkzeit pro Spieler ausgetragen wird, konnte er 1997 den 1. Platz für sich verbuchen. In der Gesamtwertung der Quartalsblitz-Serie 1997 wurde er Dritter hinter Viktor Arnst und Hannes Rau, der sowohl hierbei als auch bei der BAF-Serie 1997 den 1. Platz gewann. Im Rahmen der Jahreshauptversammlung, die im Januar 1998 stattfand, wurde Gustav Rosenberger, der im Jubiläumsjahr seine 50-jährige Mitgliedschaft im Verein begeht, zum Ehrenmitglied ernannt. Diese Ehrung wurde im Jahr 1996 schon Ernst Reichold - ebenfalls für 50-jährige Mitgliedschaft - zuteil. Zurück

Mannschaftsaufstellungen

März 1948                          

1. Mannschaft

1. Friedrich Löchner, 2. Friedrich Fuchs, 3. Drexel, 4. Setzer, 5. Ernst Schmid, 6. Westenberger, 7. Alfred Kirchdörfer, 8. Nußbaum, 9. Walter Sundheimer, 12. Ferdinand Stiegler

1973

1. Mannschaft

1.Eitel Jandt, 2. Ernst Reichold, 3. Walter Sundheimer, 4. Valentin Reiter, 5. Roland Kordon, 6. Peter Kercher,7. Rolf Wunderlich, 8. Adalbert Burkert, 9. Friedrich Fuchs, 10. Alfred Kirchdörfer.

2. Mannschaft

1.Alfred Kirchdörfer, 2. Paul Haas, 3. Helmut Bechdolf, 4. Adolf Dunger, 5. Erwin Friedel, 6. Gustav Rosenberger, 7. Erich Gloß, 8. Erich Riedrich, 9. Ernst Schmid.

3. Mannschaft

1.Fritz Wunderlich, 2. Erwin Schöneck, 3. Georg Suchetzky, 4. Ferdinand Stiegler, 5. Franz Haupt, 6. Manfred  Krüger, 7. Toni Köhler

1997

1. Mannschaft

1.Hans-Martin Scharping, 2. Dr. Holger Gerth, 3. Günter Funk, 4. Steffen Vielhauer, 5. Rolf Zeh, 6. Thomas Beil, 7. Hannes Rau, 8. Klaus-Dieter Mayer.

2. Mannschaft

1. Hans-Jörg Herold, 2. Herbert Biedermann, 3. Rudolf Kinder, 4. Viktor Arnst, 5. Frank Rau, 6. Peter Neumann, 7. Valentin Vutuc, 8. Ernst Reichold.

3. Mannschaft

1.Andreas Großmann, 2. Alfred Bückert, 3. Adalbert Burkert, 4. Helmut Bechdolf, 5. Peter Pflüger, 6. Waldemar  Drewniok, 7. Julian Bissbort, 8. Bartosch Drewniok. Zurück

Mannschaftskämpfe

Mannschaften und Plätze

Die 1. Mannschaft spielte in der Landesliga 1948, 1950, 1951, 1955, 1959, 1964, 1965, 1967, womit die Tabelle beginnt. Dazwischen lagen ihre Kämpfe in der Bezirksliga, wo sie meist mehrere Jahre brauchte, bis sie wieder zu ihrer alten Spielstärke zurückfand. Nur 1986 schaffte sie den Aufstieg schon nach einem Jahr. In der Landesliga spielte sie 1971 - 1973, 1979, 1984 - 1985, 1987 - 1991.

Die 2. Mannschaft zeigt zwei verschiedene Gesichter: Vor 1980 spielte sie fast immer in der A - Klasse. Ausnahme waren zwei Jahre in der Kreisklasse 1969 und 1970 und ein Jahr in der B - Klasse 1979. Nach 1980 war sie fast nur noch in der Bezirksklasse, wozu sie einen gewaltigen Anlauf von drei Jahren nahm, der sie so viel Kraft kostete, daß sie sofort wieder in die Kreisklasse abstieg. Aber nur für ein Jahr. Von 1983 - 1988 behauptete sie sich in der Bezirksklasse, dann ruhte sie sich wieder für ein Jahr in der Kreisklasse aus, um wieder in der Bezirksklasse weiterzumischen.

Die 3. Mannschaft konnte nur aufgestellt werden, wenn noch genügend Spieler vorhanden waren. Sie spielte naturgemäß in der C - Klasse. Ab 1979 konnte sie immer aufgestellt werden und schaffte im nächsten Jahr den 2. Platz. So durfte sie in der B - Klasse kämpfen und erkämpfte sich auf Anhieb den 1. Platz, so daß sie ab 1982 in der A - Klasse spielen durfte. 1987 machte sie wieder einen Ausflug in die B - Klasse. Seit 1988 spielte sie wieder mit in der A - Klasse. Im Jubiläumsjahr spielt sie in der C - Klasse.

Eine 4. Mannschaft sollte als Vierer-Mannschaft in der D - Klasse vor allem Jugendspieler Wettkampfbedingungen erleben lassen. Das wurde bisher 1991 einmal versucht. Ein zweiter Versuch soll 1998 gemacht werden.

Die steilen Anstiege am Anfang der 80er Jahre sind auf das Erstarken vieler Jugendspieler und dem Beitritt sehr starker Spieler in den Verein zurückzuführen, die sofort in die 1. Mannschaft kamen. Aus dieser mußten einige nicht mehr so starke Spieler in die zweite Mannschaft, und das setzte sich auch für die dritte Mannschaft fort. Dazu kommt, daß sich hochkarätige Altspieler wieder aktivieren ließen und sich nicht zu schade waren, auch außerhalb der ersten Mannschaft zu spielen. Die einmal wiedererweckte Spiellaune führte dazu, daß sie die Lücken ausfüllen konnten, die durch Austritte starker Spieler der ersten Mannschaft entstanden waren. Zurück

                        

Vereinsmeisterschaften

Die wichtigste vereinsinterne Entscheidung war immer die Vereinsmeisterschaft. Für diese wurde sehr bald ein Pokal angeschafft, den die Familie Bachofer über die Verbotszeit 1933 bis 1945 gerettet und 1946 wieder zur Verfügung gestellt hatte. Dieser Pokal verschwand wieder in den 60er Jahren. Ein Exemplar, das zum 25-jährigen Jubiläum der Wiedergründung dem Verein durch Vermittlung des Heilbronner Schachvereins zurückgegeben wurde, scheint nicht dieser Hauptpokal zu sein. Es wurde ein Ersatzpokal gefertigt und seinerzeit dem 7fachen Vereinsmeister Ernst Reichold als persönlicher Besitz übereignet. Die Vereinsmeisterschaft wurde anfangs im Rundensystem jeder gegen jeden ausgetragen. Es wurden 40 Züge in 2 Stunden gespielt, anschließend je weitere 20 Züge mit 1 Stunde Bedenkzeit. Diese an sich gerechteste Ausspielweise der Vereinsmeisterschaft krankte an der mit ihr verbundenen sehr langen Dauer des Turniers, abhängig von der Zahl der beteiligten Spieler. Deshalb sah man sich manchmal gezwungen, die Teilnehmer in eine A- und B-Gruppe aufzuteilen und entweder alle stärkeren in die A-Gruppe zu stellen, um diese allein um den Vereinstitel kämpfen zu lassen und die bestplazierten der Gruppe B für das nächste Jahr zu qualifizieren, oder beide Gruppen gleich stark zu machen und die jeweils besseren Hälften schließlich noch einmal gegeneinander antreten zu lassen. Einen Zeitgewinn brachte diese Methode nicht. Die Folge war, daß manche Turniere nicht vollständig zu Ende gespielt wurden, obwohl der Vereinsmeister noch nicht zweifelsfrei feststand. Bei neu eingetretenen Mitgliedern, vor allem wenn sie für die erste Mannschaft vorgesehen waren, verlangte man zunächst einen Nachweis ihrer Spielstärke durch Teilnahme und Bewährung in diesem Vereinsturnier. Dies galt auch dann, wenn sie nachweislich schon in einer hohen Spielklasse gespielt hatten. Auf diese Weise verlor man sie oft wieder, ehe sie noch einen Zug für den Verein gemacht hatten.

Eine Verkürzung der Turnierdauer konnte man durch eine Beschränkung der Rundenzahl erreichen. Dazu bietet sich das Schweizer System an. Sein Nachteil ist, daß jeder nur gegen einen Teil der Turnierspieler antreten kann und mancher das Gefühl hat, dem Zufall ausgeliefert zu sein, gegen welche Spieler er antreten muß. Hinzu kam bisweilen Ärger über die Erstauslosung und ein gewisses Mißtrauen zu der schwierigen Zusammenstellung der Paarungen für die nächsten Runden. Das konnte einigermaßen durch neutrale Beobachter bei der Zusammenstellung der nächsten Spielerpaarungen gemildert werden. Mit der Einführung der Ingo-Zahlen und später der Deutschen Wertungs-Zahlen trat endlich eine gewisse Beruhigung in dieser Hinsicht ein. Der Einsatz des Computers mit entsprechenden Programmen ermöglicht jetzt den Einsatz dieses zeitsparenden Systems bei allen Phasen des Turniers. Letzten Endes kann jeder auch das Ergebnis als gerecht ansehen. Glück und Pech sind nun einmal Weggenossen eines jeden Spielers. Was keine Spielmethode und Austragungsart beeinflussen kann, ist die Bereitschaft der einzelnen Spieler, überhaupt zu Turnieren anzutreten, und ihre Disziplin, sie auch bis zum manchmal bitteren Ende durchzustehen. Daran hat sich seit Beginn des Schachspiels als Turniersport nichts geändert. Und so bleibt festzuhalten, daß in den Anfangsjahren unseres Vereins die meisten Spieler der 1. Mannschaft auch um den Vereinstitel kämpften, später die Bereitschaft nachließ, oft weil die berufliche Belastung zu groß wurde, und in den letzten Jahren der Spielleiter schon froh ist, wenn wenigstens 3 Spieler der 1. Mannschaft am Vereinsturnier teilnehmen. Strenge Regelungen zeigten sich als unerläßlich, um späteren Vorwürfen von Spielabsprachen und Ergebnisverfälschungen zu begegnen: die letzte Runde wird ohne jegliches Vor- oder Nachspielen durchgezogen.

Neben dem Hauptturnier wurde in den Anfangsjahren auch ein Sommerturnier mit verkürzter Bedenkzeit um einen von Erich Kaps gestifteten Pokal gespielt. Der zurückgegebene Pokal scheint dieser Sommerpokal zu sein. Es läßt sich aber nicht feststellen, ob er das Original oder eine Nachbildung ist. Seit 1966 spielt man noch um einen von Joachim Köhler gestifteten Blitzpokal.

Inzwischen wird von den Senioren des Vereins um einen von der Familie Friedel gestifteten Seniorenpokal im "Erwin Friedel-Gedächtnisturnier" gekämpft. Zurück

                                                        

Jugendarbeit

Von Anfang an lockte das Schachspiel junge Menschen an. Mit 13 Jahren kam Ernst Reichold 1946 zum neubegründeten Verein und konnte 1954 Vereinsmeister werden und auch noch den Pokal des Sommerturniers gewinnen.

Friedrich Fuchs leitete 1975 eine besondere Schachgruppe, die aus Jugendlichen bestand. Er nannte sie Schachclub 64, um sie gegenüber dem Stammverein abzusetzen und zu unterstreichen, daß sie ganz frei vom Verein sind. Seine Hoffnungen, damit neue Mitglieder für den Stammverein zu gewinnen, erfüllten sich nur teilweise. Nach dem Wechsel des städtischen Jugendleiters verringerte sich der Besuch des Schachclubs 64 so stark, daß das Vorhaben aufgegeben wurde. Die Jugendarbeit wurde von da an voll in den Stammverein integriert, die Jugendlichen von 18-20 Uhr in das Rombach-Zimmer eingeladen.

Mit großer Geduld und Einfühlsamkeit förderte er die Jugendlichen. Hans Schaal und Fritz Wunderlich unterstützten ihn dabei. Die Folge war, daß die Jugendgruppe allmählich so erstarkte, daß sie sich selbst verwalten konnte. Holger Gerth und Rolf Zeh stießen 1977 im Alter von 13 Jahren dazu, 1979 kamen Andreas Großmann, Hans-Jörg Herold und Jürgen Kleinert im Alter von 15, 17 und 18 Jahren. Hauptfeldwebel Frisch bedankte sich im Dezember 1979 schriftlich für die kostenlose Ausleihe von Schachuhren durch unser früheres Jugendmitglied Bernd Böhm: "Dadurch trugen Sie dazu bei, unseren kasernierten Soldaten einen herrlichen Abend im Sinne der Freizeitgestaltung zu ermöglichen."

Das Jahr 1981 brachte nochmals einen großen Schub von jungen Spielern, aus welchen Christian Mann,10 Jahre, und Steffen Vielhauer herausgehoben zu werden verdienen. Andreas Großmann belegte im Vereinsturnier dieses Jahres den 3. Platz und wurde damit bester Jugendspieler. Seit dem 9. 7. 1981 gibt es die ersten ausgebildeten Schach-Übungsleiter mit einer staatlichen Lizenz des Landes Baden-Württemberg. Zu diesen gehörte Patrik Weber aus unserem Verein. Im Mai 1982 wurde zum ersten Mal eine Vereinsjugendmeisterschaft ausgespielt, und Sieger wurde Steffen Vielhauer. Christian Mann wurde 1988 württembergischer Jugendmeister und ist seit 1990 Internationaler Meister. Er spielt in der Ersten Bundesliga. Beim Osterturnier 1982 wurde Rolf Zeh mit einem 5. Platz bester Jugendspieler.

Erfreulich war, daß sich die älter werdenden Jugendspieler der Schulung der wirklichen Jungspieler widmeten. Besonders zu erwähnen sind hier Steffen Vielhauer, der sich jahrelang als Jugendleiter betätigte, und Marin Vutuc, der ihn hierbei unterstützte. Marin war darüberhinaus 1989-1991 Spielleiter des Württ. Schachjugendverbandes. Als solcher führte er 1990 im ASV-Heim die Württ. Jugendblitzmeisterschaft durch. Hansjörg Herold und Jürgen Kleinert setzten diese gute Tradition fort. Jürgen Kleinert erwarb 1993 die Lizenz als Nationaler Schiedsrichter. Unterstützt werden sie von einem älteren, später hinzugekommenen Mitglied, Joseph Fischer. Auch dieser qualifizierte sich 1993 durch den Erwerb einer Trainerlizenz als Fachübungsleiter für die Sparte Schach. Unternommen wurden auch Ausflüge nur mit Jugendlichen mit Sport und Spiel, 1989 verbunden mit einem Grillfest, 1996 nach Michelbach.

Seitdem vom Schachverband die Beteiligung der Vereine an den Schacharbeitsgemeinschaften der Schulen gefördert wird, meldete auch unser Verein seine Kooperation mit dem Theodor-Heuss-Gymnasium Heilbronn 1991 an, wo Adalbert Burkert seit 15 Jahren die Schach-AG leitete. Joseph Fischer begann 1996 eine Kooperation mit der Reinöhl-Schule in Böckingen.

Mit Hannes Rau, einem Enkel unseres verstorbenen Ehrenmitglieds Friedrich Fuchs, wächst ein neues Talent heran. Im Jahr 1996 wurde er Bezirks-, Bezirksjugendblitz- und württembergischer Meister und Jugendblitzmeister der E-Jugend. Bei der anschließenden Deutschen Meisterschaft der E-Jugend wurde er Dritter. Bei der  Württembergischen D-Jugendmeisterschaft 1997 siegte er überlegen.

Ein weiteres großes Talent ist Julian Bissbort, der im gleichen Jahr Kreisjugendmeister und Bezirksjugendvizemeister wurde. Im Jahr 1997 wurde er Bezirksjugendmeister der D-Jugend, Jugendvereinsmeister und gehörte zur Schulmannschaft der Wertungsklasse 3 des Theodor-Heuss-Gymnasiums Heilbronn, welche die Meisterschaft von Baden-Württemberg erkämpfte und an der Deutschen Meisterschaft teilnehmen durfte, wo sie allerdings nur einen 12. Platz erreichte. Auf einen ähnlichen Erfolg konnte bisher der Verein nur 1979 mit Patrik Weber hinweisen, der damals mit der Schulmannschaft  der Wertungsklasse 1 des Justinus-Kerner-Gymnasiums Heilbronn die Meisterschaft von Württemberg errang und um die Süddeutsche Meisterschaft kämpfen durfte. Zurück

                                                                         

Geselligkeit

Gründungsvorstand Adolf Bachofer stärkte den Zusammenhalt seiner Mannen durch Feste und Feiern. Er konnte ganz allein einen vollen Saal einen ganzen Abend unterhalten, wie alte Mitglieder berichteten.

Unter Trinkner herschte ein reges geselliges  Leben im Verein. Davon zeugen Einladungskarten zu Winterfeiern und Kappenabenden und die Berichte über Vereinsausflüge. Die Kosten wurden damals aus Spenden bestritten. Das konnten 5 Reichsmark sein oder ein lebender Hase. Um das 25-jährige Jubiläum zu feiern, wurde das Ministerium in Stuttgart angeschrieben. Es sollte 60 l Wein bewilligen. Als man nur 30 l bekam, was für die erwarteten 120 Besucher zu wenig war, beschloß man einstimmig, diesen an einem internen Herrenabend am 16.2.1948 "gemeinsam und gerecht an die Mitglieder zu verteilen." Die eigentliche Jubiläumsfeier fand am 22.1.1949 im SKG-Sporthaus statt. Als Vertreter der Stadt Heilbronn war dazu Bürgermeister Karl Nägele erschienen und hatte mit den Schachfreunden einen angeregten Abend verbracht. Wanderungen zusammen mit den Familien zur Stärkung des Zusammengehörigkeitsgefühls und als Entschädigung für das lange Fernbleiben der Männer und Väter an Freitagen und an manchen Sonntagen mit Auswärtsspielen wurden von Ernst Schmid und Paul Haas mustergültig geplant und zielsicher angeführt, so daß am Schluß die Schachfamilie müde, aber glücklich zusammensaß, z. B. nach Vellberg, zur Burg Waldenstein in das Rottal oder zur Charlottenhöhle.

In Geck´s Saalbau feierte der Schachverein sein 40-jähriges Jubiläum.

Am 50-jährigen Jubiläum, zu dem etwa 100 Gäste in den SKG-Saal kamen, sprach OB Dr. Hoffmann zu den Schachfreunden, der Vorstand verlas die Glückwunschschreiben der Bürgermeister Karl Nägele und Erwin Fuchs sowie den herzlichen Glückwunsch der Enkelin von Adolf Bachofer, Frau Tirla aus Bad Aibling, dem ein Blumenstrauß beigefügt war. Altmeister Friedrich Löchner zitierte aus seinem Vortrag: ...Nicht nur, weil es um einen König geht, und nicht nur, weil es an Königshöfen zuerst gespielt wurde, heißt unser Spiel ein königliches Spiel: Es ist königlich in seiner Idee, königlich in seinem Gehalt, königlich in seiner Ausstrahlung, königlich in seiner Wirkung: Erhaben und erhebend und wert unserer ganzen Hingabe, Einsamkeit überwindend und Gemeinsamkeit schaffend, Gegensätze überbrückend und wahrhaft völkerverbindend ragt es weithin sichtbar aus der schier unübersehbaren Fülle der Spiele heraus, die der menschliche Geist der menschlichsten aller Beschäftigungen schuf: dem Spielen.

Die Stadt Heilbronn ehrte Friedrich Fuchs 1979 als Sportpionier. Herbert Biedermann führte zahlreiche Ausflüge durch, unter welchen die Schwarzwaldwanderung nach dem Besuch von Freudenstadt unvergessen blieb. Neben der Beobachtung eines Feuersalamanders konnten sich die Wanderer nach Einbruch der Dunkelheit in einer Gastwirtschaft erholen und ihre Kleidung trocknen lassen, um schließlich mit dem umdirigierten Bus wieder glücklich heimzufahren.

Der rührige Vorstand Valentin Vutuc kümmerte sich besonders um die Ausgestaltung der Weihnachtsfeiern, die durch das Ehepaar Fuchs einen festlichen Rahmen erhielten. Erstmals 1987 wurden hierbei auch die Ehrungen für  Siege, Jubiläen und sonstige Verdienste im abgelaufenen Jahr vorgenommen. Er sorgte aber auch dafür, daß noch weitere gesellige Zusammenkünfte während des Jahres stattfanden. Einmal organisierte er einen Vereinsausflug an den Bodensee mit dem Rollenden Trollinger. Von der Stadt Heilbronn wurden 1989 Christian Mann als deutscher Jugend-Vizemeister als Sportler des Jahres und Adalbert Burkert als Sportpionier geehrt. Ausflüge zum Maimarkt nach Mannheim, in den Heilbronner Wald und in das Elfenbeinmuseum in Erbach, eine Wanderung durch den Welzheimer Wald waren weitere gesellige Höhepunkte. Zurück

                         

 

 

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25.06.2005